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Zwei Personen welche Schach spielen und ratlos sind, symbolisieren Ecovadis und esg2go

Ecovadis vs. esg2go

Ecovadis vs. esg2go: Ein Bericht aus der Praxis

Kommt dir das bekannt vor?

Plötzlich erhältst du Anfragen zu ESG, (Environmental, Social, Governance) von Kunden oder Banken und fragst dich: Was genau wollen die eigentlich von mir?

Du hörst Begriffe wie Ecovadis, ESG-Bewertung für KMU oder Nachhaltigkeitsrating in der Lieferkette, aber irgendwie bleibt alles diffus.
Du möchtest starten, bist dir aber unsicher: Welches Tool passt überhaupt zu deinem Unternehmen? Und ganz ehrlich, du willst nicht einfach nur eine weitere Reporting-Pflicht erfüllen. Wenn dir das bekannt vorkommt, bist du nicht allein.

Viele KMU stehen an diesem Punkt. Die gute Nachricht: Wenn man das Thema einmal strukturiert angeht, wird schnell klar, dass ESG weit mehr ist als ein Fragebogen. Richtig umgesetzt kann es ein echtes Führungsinstrument sein und die Resilienz deines Unternehmens stärken.
In diesem Beitrag zeige ich dir anhand konkreter Erfahrungen, wie Ecovadis und esg2go im Alltag funktionieren – wo sie dich wirklich unterstützen und wo es sich lohnt, genauer hinzuschauen.

Was ESG-Bewertungen für dein KMU wirklich bedeuten

Nachhaltigkeitsbewertungen gehören aktuell zu den meistdiskutierten Themen und gleichzeitig zu denjenigen, die viele Unternehmen eher als Pflicht denn als Chance sehen. Gerade in den letzten Jahren, stark getrieben durch regulatorische Entwicklungen und Anforderungen aus der Finanzwelt, ist das Thema ESG für viele plötzlich sehr präsent geworden. Das ändert sich auch nach den letzten Kurskorrekturen der EU nicht.

Vielleicht kennst du das aus deinem Alltag: Anfangs wirkt es wie zusätzlicher Aufwand. Mit etwas Abstand zeigt sich aber oft, dass genau hier eine grosse Chance liegt, nämlich die eigene Organisation besser zu strukturieren und nachhaltiger aufzustellen.
In diesem Beitrag zeige ich dir zwei Tools, mit denen aktuell viele KMU arbeiten: ecovadis und esg2go. Nicht theoretisch, sondern aus der praktischen Anwendung heraus.

Ecovadis: Struktur, die dir Orientierung gibt

Starten wir mit ecovadis. Das Tool ist seit vielen Jahren am Markt und hat sich vor allem in der Lieferkette als Standard etabliert. Immer dann, wenn Kunden von dir eine Lieferanten ESG Bewertung verlangen, kommst du an ecovadis kaum vorbei.
Was in der Praxis sofort auffällt: Ecovadis bringt eine sehr klare Struktur mit. Diese basiert auf vier Themenfeldern: Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung.

Innerhalb dieser Bereiche folgt alles einer klaren Logik: Es geht um Richtlinien, daraus abgeleitete Massnahmen, deren Überprüfung und schliesslich um die Berichterstattung. Wenn du das einmal sauber für dein Unternehmen aufgebaut hast, entsteht daraus ein sehr stabiles Fundament.

Was im Alltag gut funktioniert

Gerade für KMU ist die vereinfachte Version von ecovadis oft eine positive Überraschung. Der Fragebogen ist deutlich schlanker und fokussierter als bei grossen Unternehmen.

Ein wichtiger Punkt: Du arbeitest mit Dokumenten, die du hochladen und verknüpfen musst. Es geht nicht darum, Prosaantworten schreiben und Kennzahlen einzugeben, sondern zu zeigen, was bereits vorhanden ist. Das spart Zeit, vorausgesetzt, deine Unterlagen und Prozesse sind sauber und aktuell.
Wenn diese Basis steht, lässt sich der Fragebogen relativ effizient bearbeiten. Nach ein, zwei Durchläufen entsteht eine gewisse Routine. Genau hier beginnt ESG, im Alltag anzukommen.

Ein Aspekt, der oft unterschätzt wird: der Netzwerk-Effekt. Ecovadis wächst über Lieferbeziehungen. Kunden fordern Bewertungen ein, Ergebnisse werden geteilt, Anforderungen werden entlang der Lieferkette weitergegeben. Genau hier wird ecovadis zu einem echten ESG Lieferketten Tool.

Wo es anspruchsvoll wird

So hilfreich die Struktur ist, sie bringt auch Anforderungen mit sich.
Ein klassischer Stolperstein sind die Dokumente. Diese müssen korrekt auf dein Unternehmen ausgestellt, aktuell und eindeutig zuordenbar sein. Ist das nicht der Fall, verlierst du schnell Punkte, obwohl die Inhalte eigentlich vorhanden wären. Das wirkt im ersten Moment streng, ist aber im Sinne eines sauberen Prozessmanagements absolut nachvollziehbar.

Auch die Plattform selbst braucht etwas Eingewöhnung. Am Anfang kann sie komplex wirken. Mit der Zeit wird das deutlich einfacher.
Und natürlich spielen auch die Kosten eine Rolle. Für einzelne KMU ist das meist gut machbar, bei Gruppenlösungen wird es schnell deutlich teurer.

Wie du deinen ecovadis Score wirklich verbesserst

Der wichtigste Punkt aus der Praxis: Dein Score verbessert sich nicht durch geschicktes Ausfüllen, sondern durch konsequente Umsetzung, auf allen Ebenen.
Wenn du die vier Themenfelder als Leitplanken nutzt und deine Prozesse daran ausrichtest, entsteht Schritt für Schritt ein solides System. Genau das bewertet ecovadis.
Und noch etwas Wichtiges: Auch ohne Zertifizierungen wie z.B. ISO 14001 ist ein gutes Rating, aber keine Spitzenbewertung möglich. Dazu müssen die Themen sauber und konsequent gelebt werden.

Esg2go: Der pragmatische Ansatz für KMU

Wechseln wir die Perspektive. Esg2go ist deutlich jünger und wurde gezielt für KMU entwickelt. Und genau das merkt man sehr schnell.
Der Ansatz ist bewusst einfach gehalten. Statt Dokumente hochzuladen, arbeitest du mit Daten und strukturierten Eingaben. Das fühlt sich für viele Unternehmen deutlich zugänglicher an.
Die drei ESG-Bereiche bleiben bestehen, aber die Umsetzung ist pragmatischer. Du gibst an, was vorhanden ist, welche Massnahmen umgesetzt werden und welche Kennzahlen du bereits erfasst.

Was im Alltag überzeugt

Ein grosser Vorteil bei esg2go ist die Geschwindigkeit. Wenn deine Daten vorhanden sind, kannst du die Bewertung relativ schnell durchführen. Die Auswertung erhältst du umgehend, ohne mehrere Wochen Wartezeit.
Besonders spannend ist die Ganzheitlichkeit. Esg2go deckt viele Themen breit ab und hilft dir, ein Gesamtbild zu entwickeln. Nebst einem branchenspezifischen Benchmark bekommst du konkrete Hinweise, wo deine wichtigsten Hebel liegen.
Sehr hilfreich ist auch die automatische Berichterstellung. Gerade für KMU mit begrenzten Ressourcen ist das ein grosser Vorteil. Dein ESG Reporting im KMU wird damit deutlich einfacher.

Ein weiterer Punkt aus der Praxis: Du kannst dich bei Bedarf unterstützen lassen, z. B. durch einen Professional wie visusta. Das hilft, die Ergebnisse richtig einzuordnen und konkrete Massnahmen abzuleiten.

Ecovadis vs esg2go: Eine persönliche Einordnung

Beide Tools verfolgen unterschiedliche Ansätze – und genau darin liegt ihre Stärke.
Ecovadis ist besonders stark, wenn du in bestehende Lieferketten eingebunden bist und ein anerkanntes Nachhaltigkeitsrating brauchst.
Esg2go ist ideal, wenn du pragmatisch starten oder dein ESG Reporting effizient aufsetzen willst.
In der Praxis zeigt sich häufig, dass eine Kombination aus beiden Ansätzen den grössten Nutzen bringt. Genau da setzt auch das neue Angebot von esg2go, der ReportRunner an. Basierend auf den Daten in esg2go generiert der ReportRunner ecovadis-konforme Dokumente, die nur noch hochgeladen werden müssen.

Typische Stolpersteine – und wie du sie vermeidest

Ein Punkt, der immer wieder auftaucht, betrifft Daten und Zuständigkeiten. Gerade wenn Themen wie Energie, Immobilien oder Beschaffung über andere Gesellschaften laufen, wird es schnell komplex.

Hier lohnt es sich, früh Klarheit zu schaffen und Zusammenhänge sauber zu dokumentieren. Sonst kann es passieren, dass viel Aufwand betrieben wird, aber die Bewertung nicht entsprechend ausfällt.

Was beide Tools leisten – und was nicht

Beide Lösungen schaffen Transparenz. Du siehst, wo du stehst und wo Handlungsbedarf besteht. Das ist der eigentliche Mehrwert.
Weniger stark sind beide aktuell bei der detaillierten Berechnung von Klimadaten, insbesondere beim CO₂-Fussabdruck. Wenn du hier tiefer einsteigen willst, brauchst du zusätzliche Lösungen.

Fazit: Der richtige Ansatz für dich

Wenn du vor der Entscheidung stehst, hilft dir ein kurzer Realitätscheck:

Musst du Anforderungen aus der Lieferkette erfüllen, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit mit ecovadis arbeiten.
Möchtest du strukturiert und pragmatisch starten, ist esg2go eine sehr gute Lösung.
Am Ende ist aber entscheidend, wie du mit dem Tool arbeitest. ESG entfaltet seinen Wert erst dann, wenn es Teil deines Alltags wird.

Ein kleiner Impuls zum Schluss

Wie stark unterstützt dein aktueller ESG-Ansatz wirklich deine Unternehmensentscheidungen und wo bleibt er nur reine Pflichtübung?
Du musst ESG nicht perfekt starten, aber du solltest es strukturiert und sinnvoll angehen. Genau hier setzen wir an:

  • Klarheit bekommen: Wo stehst du heute wirklich?
  • Das passende Setup wählen: ecovadis, esg2go oder eine Kombination.
  • ESG so aufbauen, dass es ein funktionierendes Werkzeug für deinen Alltag wird, nicht nur ein theoretisches Projekt.


Unser Ansatz ist bewusst pragmatisch: So einfach wie möglich, so wirksam wie nötig.
Wenn du herausfinden willst, welcher nächste Schritt für dein Unternehmen passt, lass uns sprechen. Wir schauen gemeinsam auf deine Situation, ehrlich, strukturiert und auf Augenhöhe.

FAQ: ESG-Bewertungen für KMU verständlich erklärt

Ecovadis bewertet dein Unternehmen anhand von Dokumenten und strukturierten Kriterien in vier ESG-Bereichen.

Durch klare Prozesse, aktuelle Dokumente und konsequente Umsetzung von Massnahmen.

Die Kosten starten im unteren dreistelligen Bereich pro Jahr und steigen je nach Funktionsumfang. Eine ecovadis Basic Lizenz für 1 Jahr kostet ca. CHF 415.-, eine entsprechende esg2go Light Lizenz CHF 300.- pro Jahr.

Ecovadis arbeitet dokumentenbasiert und ist stark in Lieferketten integriert, esg2go ist datenbasiert, stärker auf KMU zugeschnitten und gibt dir einen Branchenvergleich.

Für KMU, die einfach und effizient in ESG einsteigen oder ihr Reporting verbessern möchten. KMU, die ihre Leistung im Vergleich zu den Mitbewerbern einordnen möchten.

Mit guter Vorbereitung oft nur ein bis zwei Stunden für die Dateneingabe.

Nicht zwingend, aber oft hilfreich für Struktur und Priorisierung. Bei esg2go gibt es sogenannte «Professionals», die dir helfen. Im Paket «Professional» für CHF 750.- sind bereits 1.75h Beratung enthalten.

Nein, richtig umgesetzt ist es ein Steuerungsinstrument für dein Unternehmen.

Das hängt von deinen Anforderungen ab, oft ist eine Kombination sinnvoll.

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